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    St. Brictius Schöppingen   -   St. Marien Eggerode   -   St. Antonius Gemen

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Wallfahrt

Unsere liebe Frau vom HimmelreichInformationen zum Marienwallfahrtsort "Unsere liebe Frau vom Himmelreich" sowie Wallfahrtstermine, Kontaktdaten des Wallfahrtsbüros und vieles mehr finden Sie auf der neuen Homepage http://www.wallfahrt-eggerode.com/.  Den Wallfahrtsassistenten Uwe van de Loo erreichen Sie außerdem unter der Telefonnummer: 02545 999 8115.

Ostergarten 2019

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass der Ostergarten in 2019 wie geplant stattfinden kann. Er wird vom 5. Fastensonntag, 7. April, bis zum Weißen Sonntag, 28. April, geöffnet sein. Anmeldungen sind ab Oktober 2018 über die Homepage www.ostergarten-schoeppingen.de möglich. In der ersten Woche, vom 8. bis 12. April, soll den Schulen die Möglichkeit eröffnet werden, den Ostergarten zu besuchen, die Vormittage werden in dieser Zeit für sie freigehalten. Bei Interesse können die Schulen sich telefonisch im Pfarrbüro anmelden.

Impressum

Herausgeber/Impressum

Kirchengemeinde St. Brictius, Pfarrer Thomas Diedershagen

Kirchplatz 7

48624 Schöppingen

 

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Kirchenführer

Willkommen beim virtuellen Besuch der St. Brictius-Kirche!

Flanieren Sie einmal online durch die St. Brictius-Kirche, betrachten Sie die Kunstschätze und lesen Sie darüber hinaus noch einige kunsthistorische Details. Der rote Punkt auf dem Grundriss neben den einzelnen Fotos markiert Ihren Standort. Klicken Sie jeweils auf "Weiter...", um zur nächsten Station zu gelangen. Viel Spaß beim virtuellen Spaziergang!

 

Zunächst ein kleiner Überblick


  

 

Blickk vom Ambo aus ins Hauptschiff und das Haverbecker Seitenschiff. 


 

 


 

Ein Blick in den Chorraum

Der spätgotische Chorraum, errichtet 1509-12, hat relativ flache Netzgewölbe auf hohen starken Rundsäulen. Die großflächigen dreiteiligen Fenster haben reiches Fischblasen-Maßwerk, das von 3 über 4 und 5 bis zu 6 Fischblasen in der Mitte immer üppiger wird.

 


Der Flügelaltar des "Meisters von Schöppingen"

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Berühmtestes Stück der Ausstattung der Kirche ist der gemalte Flügelaltar des ungenannten "Meisters von Schöppingen", eines der bedeutendsten Werke der spätgotischen Malerei Westfalens. Der "Meister von Schöppingen" verzichtete bei der Gestaltung des Flügelaltares auf die sonst üblichen Heiligengeschichten und konzentrierte sich auf den Kern der christlichen Verkündigung. Er fasst die beiden Hauptereignisse der Heilsgeschichte zu jeweils einer Ansicht zusammen: Die Menschwerdung (Verkündigung und Geburt) auf den Außenseiten der geschlossenen Altarflügel und die Erlösung (Leidensgeschichte, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt, Geistsendung) auf Mitteltafel und Innenseiten der Altarflügel. Weil es sich jeweils um ein einziges "Ereignis" handelt, malte er die Szenen als erster nicht als Einzelbilder, sondern durchlaufend. Der Schöppinger Altar hat also keine Festtags- und Werktagsseite wie alle anderen Altarbilder seiner Zeit und vor ihm, sondern zwei Ansichten entsprechend dem Weihnachts- und Osterfestkreis.

Geschlossener Flügelaltar: WeihnachtsfestkreisIm Weihnachtskreis zeigen die geschlossenen Altarflügel die Menschwerdung Gottes in der Verkündigung und der Geburt Christi. Großartig die kompositionelle Lösung, wie der Maler die Bilder durch zwei gegenläufige Diagonalen verbindet! Sie verkünden das Geheimnis der Menschwerdung. Andererseits stehen sie in seltsamem Kontrast zueinander: Eine "Innenwelt" mit behaglicher Bürgerstube und eine kühle fast spröde "Außenwelt".
Für die Verkündigungsszene hat der Maler ein Bild des Meisters von Flemalle als Vorlage benutzt und umgestaltet. DasWeihnachtsbild hat der Maler ohne Vorlage selbstständig in bewusstem Kontrast zum Verkündigungsbild gestaltet. Ganz vorn liegt winzig klein auf bloßer Erde das nackte Jesuskind, angebetet von Maria und Josef sowie drei knieenden Engeln.

Mittelbild des geöffneten AltarsPassion und Auferstehung sind imOsterfestkreis auf dem Altarbild mit geöffneten Flügeln zu sehen: Aufgrund der Erlösung durch Christi Leiden, Tod und Auferstehung wird die ganze Menschheit und Welt aus der Todverfallenheit errettet und verklärt, sie wird Welt Gottes und Beginn der kommenden Herrlichkeit. Die 20 Szenen (5:10:5) spielen sich als fortlaufendes Ereignis vor dem Goldgrund der Ewigkeit ab.
Auf dem Mittelbild ist der Kreuzweg Jesu zu sehen. In der Mitte des Altarbildes ragt das Kreuz mit dem gekreuzigten Erlöser von der Erde bis zum Himmel empor. Zu Füßen des Kreuzes liegen Schädel und Knochen des alten Adam, der dem Tod verfallen ist. Mit Christus, dem neuen Adam, hat Gott den Menschen gleichsam neu geschaffen. Ein Reiterzug als Demonstration irdischer Macht bewegt sich quer über das Bild.

Auf dem linken Innenflügel sind folgende Szenen zu sehen: Es beginnt rechts oben mit dem Verrat des Judas und der Gefangennahme Jesu. Dem folgt die Dornenkrönung Jesu und Jesus an der Geißelsäule. Am linken Rand führt Pilatus Jesus dem Volke vor: "Ecce homo - welch ein Mensch!"(Joh 19,5). Rechts davon ist die Verurteilung zu sehen: Pilatus sitzt unter einem kleinen Bogen und wäscht seine Hände in Unschuld.
Die Innenseite des rechten Flügels zeigt den Gang der Frauen zum Grab Jesu am Ostermorgen, den Auferstandenen, die Begegnung mit Maria Magdalena, Christi Himmelfahrt und schließlich die Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingstfest - dem Geburtstag der Kirche.

Das Altarwerk in seiner Gesamtheit verkündet , was Gott in der Menschwerdung seines Sohnes und der Erlösung durch sein Kreuz und seine Auferstehung für uns getan hat. Es ist mehr als eine "biblia pauperum" in der Art einer illustrierten Bibel für die einfachen Menschen. Vielmehr ist es eine gemalte Predigt, die die Heilsereignisse verkündet und deutet. Und das in großer Erzählfreude mit Liebe zu dramatischer und dann auch wieder meditativ-lyrischer Gestaltung. Nicht in der künstlerischen Qualität, wohl aber in seiner theologischen Konzeption übertrifft der "Meister von Schöppingen" bei weitem alle anderen Meister der spätgotischen Malerei Westfalens. So erfüllt sein Hauptwerk in der Schöppinger Kirche heute wie vor über 500 Jahren seinen eigentlichen Zweck: Das Heilswirken Gottes an den Menschen zu verkünden und zu feiern.

 


 

Der Altar von Karl Matthäus Winter (2003)

 

Den neuen Altar hat Karl Matthäus Winter aus Limburg in einem über zwei Jahr laufenden intensiven Gedankenaustausch mit dem Kirchenvorstand entworfen und im Winter 2002/2003 geschaffen. Die Grundgedanken waren: 

  • Der Altar soll sich in Größe und Formgebung in die spätgotische Architektur der Kirche einfügen. 
  • Auf der Vorderseite des Altars soll eine Aufstellmöglichkeit für das Brictius-Reliquiar vorgesehen sein.
  • Angesichts des vielfigurigen Altarbildes und der reichen Wand- und Gewölbemalerei sollen Altar und Predella in ihrer Gestaltung nicht dahinter zurückstehen. Also Mut zu figürlicher Gestaltung.
  • Das Altarbild, das seit der Liturgiereform ohne Beziehung zum Altar im Hintergrund steht, soll trotz räumlicher Entfernung optisch wieder als Retabel erkennbar sein und eine Einheit mit dem Altar bilden.
  • Daraus ergibt sich: Wenn das Altarbild als Retabel für den Altar wirkt, wirkt der Altar umgekehrt trotz der Entfernung auch wie ein Sockel für das Altarbild.
  • Das Jahr der Bibel 2003 erinnert daran: Das erste (alte) Testament "trägt" das zweite (neue). Der Alte Bund Gottes mit dem auserwählten Volk findet seine Erfüllung im Neuen Bund, den Christus durch seinen Tod und seine Auferstehung mit dem neuen Volk Gottes, der Kirche, geschlossen hat. Diese Entsprechung "Alter Bund - Neuer Bund" findet sich in unserer Kirche auch bei den Wandmalereien der Apostel und Propheten sowie dem Osterleuchter von Jochen Pechau (1986).
  • Da das Altarbild die Menschwerdung des Sohnes Gottes und die Erlösung der Menschheit und der ganzen Welt durch Leiden, Tod und Auferstehung Christi zeigt, die in der heiligen Eucharistie auf dem Altar gefeiert werden, bietet sich an, auf dem "Sockel", also dem neuen Altar, die alttestamentlichen Vorbilder darzustellen.

In diesem Sinne wurde eine Folge von sieben alttestamentlichen Ereignissen ausgewählt, die als Vorbilder für die heilige Eucharistie gedeutet werden:

  • Melchisedech opfert Brot und Wein (linke Schmalseite)
  • Abraham opfert seinen Sohn Isaak (Vorderseite links)
  • Pascha-Mahl beim Auszug aus Ägypten (Vorderseite Mitte)
  • das Mannawunder in der Wüste (Vorderseite rechts)
  • die Bundeslade und die Schaubrote (rechte Schmalseite)
  • die Kundschafter mit der Traube (Rückseite links)
  • der Engel stärkt Elias in der Wüste (Rückseite rechts)

Eine umlaufende lateinische Inschrift in der Form eines 
Chronogramms (die römischen Ziffern ergeben addiert die Jahreszahl 2003) deutet die Ereignisse und macht ihren Zusammenhang mit Tod und Auferstehung Christi deutlich:

PASCHA NOSTRVM CHRISTE
CRVCIFIXVS SVRREXISTI DEI FILIVS
Christus, unser Osterlamm,
gekreuzigt bist du auferstanden, der Sohn Gottes!

 

Detailansichten des Altars:

 


Die Wandbilder der Apostel und Propheten

Im Chorraum der Kirche beeindruckt der vollständig erhaltene Zyklus von überlebensgroßen Wandbildern der Apostel und Propheten , gemalt 1512-20. Bei der Kirchweihe werden die Wände der Kirche vom Bischof an 12 mit "Apostelkreuzen" markierten Stellen gesalbt, um deutlich zu machen, daß die Kirche aus "lebendigen Steinen" auf dem Fundament der Apostel steht. So findet sich im Chorraum gotischer Kirchen oft ein Figurenzyklus der Apostel. In vielen Kirchen Westfalens und der münsterisch beeinflußten Nachbargebiete (z.B. Eibergen, Havixbeck, Heek, Lavesum, Lübbeke-Börninghausen, Mettingen, Nordhorn, Schale, Stromberg, Westerkappeln, Zutphen) gab es einen gemalten Apostelzyklus, der leider in den seltensten Fällen noch vollständig wie in Schöppingen erhalten ist.Die 12 Apostel umstehen, zu zweit einander zugewandt, in gemalten Nischen unter Baldachinen den Altarraum. Jeder trägt außer seinem Attribut ein Schriftband, auf dem in gotischer Minuskel einer der 12 Glaubensartikel geschrieben steht. Als erster steht noch vor Petrus der Apostel Paulus als Patron des Bistums und des Domes in Münster. Die Gewänder der Apostel haben noch gotischen Faltenwurf, die Gesichter erinnern an Ludger tom Ring d.Ä. aus Münster (1496-1547). Zwischen den bekrönenden Baldachinen stehen kleine musizierende Engel. Im Baldachin des Apostels Judas Thaddäus tragen zwei Putten einen Wappenschild. Über den Aposteln schauen die Halbbildnisse der Patriarchen und Propheten in der Humanistentracht des 16. Jh. mit pelzbesetzten Roben und Baretten, zu zweit miteinander in lebhaftes Gespräch vertieft, von einer Galerie, die an Hermann tom Ring (1521-97) erinnert, auf die Beschauer herab. Die Inschriften über ihnen, in Humanistenschrift geschrieben, beziehen sich jeweils auf den darunter stehenden Glaubensartikel.

Die Reihenfolge der Apostel stimmt mit keiner der Apostellisten des Neuen Testamentes überein (Mt 10,2; Mk 3,16; Lk 6,14; Apg 1,3), sondern ist entsprechend dem zugeordneten Glaubensartikel ausgewählt. So verkündet Johannes die Menschwerdung Gottes ("Das Wort ist Fleisch geworden" Jo 1,14), Jakobus d.Ä. als erster Blutzeuge den Kreuzestod, der "ungläubige" Thomas die Auferstehung, Bartholomäus, dem die Haut bei lebendigem Leib abgezogen wurde, die Geistwirklichkeit, Matthäus mit seiner Gemeindetheologie die Kirche. Mathias als Ersatz für den Verräter Judas Iskariot steht an letzter Stelle. Der Prophet Joel trägt eine Brille ("Erleuchtung durch den Heiligen Geist"), David als Psalmensänger eine Harfe. Altes und Neues Testament sind wie Prophezeiung und Erfüllung aufeinander bezogen, Apostel und Propheten verkünden den Glauben an den Erlöser Jesus Christus.

Übersetzung der Inschriften:

Paulus: Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, bestimmt zum Tode (1 Kor 4,9)

Jakob: Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und die Pforte des Himmels (Gen 28,17)

Petrus: 1. Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Jeremias: Meinen Vater wirst du mich nennen und nicht zögern, mir zu folgen. (Jer 3,19)

Andreas: 2. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn.

Habacuc: Ich aber will mich freuen im Herrn, jubeln über Gott, meinen Retter (=Jesus) (Hab 3,18)

Johannes: 3. Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.

Isaias: Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, und sein Name wird sein Emanuel. (Jes 7,14)

Jakobus d.Ä.:4. Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben.

Zacharias: Siehe, ich entferne deine Schuld von dir und kleide dich in Prachtgewänder (Zach 3,4)

Thomas: 5. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten.

Osee: Tod, ich bin dein Tod, dein Todesbiß bin ich,Hölle.(Os13,14)

Jakobus d. J.: 6. Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.

Amos: Der aufsteigt in den Himmel, Herr ist sein Name. (Am 9,6)

Philippus: 7. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.

Malachias: Dann komme ich zu euch im Gericht und trete auf gegen die Übeltäter, Ehebrecher und Meineidigen. (Mal 3,5)

Bartholomäus: 8. Ich glaube an den heiligen Geist.

Joel: Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch (Joel 2,28)

Matthäus: 9. Die heilige katholische Kirche.

David: Ich will dich preisen in großer Gemeinde und dich loben. (Ps 35(34),18)

Simon d. E.: 10. Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden.

Michaeas: Er zertritt unsere Missetaten und wirft in die Tiefe des Meeres all unsere Schuld. (Mich 7,19)

Judas Thaddäus: 11. Auferstehung der Toten.

Ezechiel: Ich öffne eure Gruften und hole euch heraus aus euren Gräbern. (Ez 37,12)

Mathias: 12. Und das ewige Leben.

Daniel: Viele von denen, die in der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach, daß alle es sehen.

 


 

Die Sakristeitür von ca. 1510

 


 

Die Sakristeitür stammt noch aus der Zeit der Erbauung des Chorraums (1509-12). Der schmiedeeiserne Griff zeigt ein Nashorn. Auf der Innenseite der Tür befindet sich ein schönes schmiedeeisernes Schloß von 1717.

 


 

Das Chorgestühl von 1788

 

 


 

Das Ewige Licht:

 

Das Ewige Licht, das an die Gegenwart Christi in der hl. Eucharistie erinnert, ist aus dem 17. Jahrhundert, es wurde im 19. Jahrhundert umgearbeitet.

 


 

Der Schlusstein im Deckengewölbe

 

 

Der Schlußstein des Chorgewölbes trägt einen Christuskopf. Der gesamten Gestaltung des Altarraums liegt so das Schriftwort zugrunde: "Ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, auferbaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten, und der Schlußstein ist Christus. In ihm zusammengefügt wächst der ganze Bau empor zu einem heiligen Tempel im Herrn, in ihm werden auch ihr auferbaut zu einer Wohnung Gottes im Geiste." (Eph 2,19-22).

 


 

Der Osterleuchter

 

Der Osterleuchter aus Bronze wurde 1986 von Jochen Pechau aus Köln geschaffen. Auf dem Leuchterfuß sind Adam und Eva und der Sündenfall im Paradies und darunter die Symbole der Laster dargestellt: Fuchs (Lüge, Verschlagenheit), Kröte (Habsucht, Geiz), Affe (Eitelkeit), Schwein (Unzucht, Unmäßigkeit), Schafbock (Dummheit und Stolz). Oben wachsen Ähren, Trauben und Osterblumen dem Licht entgegen. Der Engel weist auf das leere Grab und das Leinentuch. Das Lamm Gottes erinnert an den Opfertod Christi.

Ein Chronogramm (der Text ist aus der Präfation vom Leiden Christi entlehnt) deutet das Ostergeheimnis: "A LIGNO PARADISI MORS A CRVCIS ARBORE LVX VITA ALLELVIA" ("Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben, alleluja").

 


 

Das Wandgemälde von Karl dem Großen aus dem 16. Jahrhundert

 

In den Sachsenkriegen (772-804) eroberten die Heere Karls des Großen u.a. das Münsterland. Als Anmarschwege dienten die alten Verkehrswege, von denen einer von der Lippemündung über Borken, Coesfeld, Schöppingen und Rheine in die niederdeutsche Ebene führte. In Abständen von Tagesmärschen wurden militärische Stützpunkte an "Königshöfen" errichtet, wobei häufig ältere sächsische Fliehburgen übernommen wurden. Auf dem nun königlichen Besitz wurden Kirchen errichtet, die Zentren der Missionierung werden sollten. Sie wurden fränkischen Heiligen geweiht, so in Borken dem hl. Remigius, Bischof von Reims (+533), in Rheine dem hl. Dionysius, Bischof von Paris (+ um 250), und in Schöppingen dem hl. Brictius, Bischof von Tours und Nachfolger des hl. Martin (397-444). Das geschah zwischen 785 (Taufe des Sachsenherzogs Widukind) und 792 (Beginn der Mission Liudgers im Münsterland). Die Schöppinger Kirche wurde auf einer eroberten sächsischen Fliehburg erbaut, an deren Fuß eine Quelle, die "Welle", entspringt, die Gerichtsort und vielleicht auch Kultstätte war. Die erste Kirche war ca. 8x15 m groß und wahrscheinlich schon aus Stein erbaut. Karl der Große missionierte mit dem Schwert. Liudger ist das Verdienst zuzuschreiben, die christliche Botschaft auch in den Herzen der Menschen verankert zu haben. Als er am 30. März 805 zum Bischof geweiht wurde, wurde die Schöppinger Taufkirche Pfarrkirche.

 


 

Passionsrelief

 

 

 

 

 

 

 

Drei Passionsreliefs aus Bildstöcken in der Gemeinde sind in der Wand neben dem Tabernakel eingelassen. Das mittlere "Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen" ist eine münsterische Arbeit des 16. Jh. Die beiden anderen "Jesus wird gegeißelt" und "Veronika reicht Jesus das Schweißtuch dar" sind Arbeiten des Bildhauers Bernd Meiering aus Rheine (1631-1703). 

Details:


Geiselung Jesu

Simon von Cyrene hilft Jesus, da Kreuz zu tragen

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

 


 

Figur des Schöppinger Kirchenpatrons St. Brictius

 

Am linken Pfeiler steht die farbig gefaßte Figur des Kirchenpatrons St. Brictius, um 1890. Schöppingen hat als einzige Kirche im Bistum Münster ihn zum Patron.

In seinem Mantel trägt er glühende Kohlen. Auf dem Sockel, 1985 von Gertrud Büscher-Eilert aus Horstmar geschaffen, sind drei Szenen aus seinem Leben dargestellt: Links macht sich der junge Diakon Brictius, die Arme spöttisch verschränkt, über seinen alten Lehrer, den hl. Bischof Martin von Tours, lustig.

Die Vorgeschichte: Martin hatte nach der bekannten Mantelteilung die Taufe empfangen und später das erste Kloster des Abendlandes in Ligugé gegründet. Als 371 der Bischof von Tours starb, wollten die Bürger der Stadt Martin als Nachfolger. Er willigte ein unter der Bedingung, vor der Stadt Tours ein Kloster bauen und als Bischof gleichzeitig Abt des Klosters sein zu dürfen. In diesem Martinskloster Marmoutier war auch Brictius Mönch geworden, lebte aber wohl nicht so asketisch wie St.Martin, der aber trotzdem gerade ihn als Nachfolger wünschte.

Nach dem Tode Martins 397 wurde Brictius Bischof von Tours. Einige Jahre später wurde er beschuldigt, Vater eines unehelichen Kindes zu sein. Die Szene ist auf der rechten Seite des Sockels dargestellt. Man verlangte zum Beweis seiner Unschuld ein Gottesurteil: Brictius sollte glühende Kohlen in seinem Mantel zum Grabe seines heiligmäßigen Vorgängers St. Martin tragen. "Kann man wohl Feuer im Busen bergen, ohne sich das Gewand zu versengen? Kann jemand auf glühenden Kohlen wandeln, ohne sich die Füße zu verbrennen? So ergeht es dem, der sich mit der Frau eines anderen einläßt: Wer sie berührt, bleibt nicht ungestraft." (Spr 6,27-29) Brictius bestand die Probe unversehrt.

Trotzdem wurde er verjagt, aber nach sieben Jahren Prüfung vom Papst Zosimus, der ihn in einem erhaltenen Brief seinen "heiligen Mitbruder im Bischofsamt" nennt, im Jahre 417 wieder nach Tours zurückgeschickt und voll rehabilitiert (mittleres Bild des Sockels). Nach 47 Jahren als Bischof starb Brictius im Jahre 444. Über seinem Grab in der Krypta der Martinsbasilika in Tours steht seit 1988 die Inschrift: "Heiliger Brictius, 1200 Jahre Pfarrpatron, bitte für Schöppingen. AD 1988"

 


 

Madonna im Strahlenkranz


 

An einer Säule auf der rechten Seite hängt eine Madonna im Strahlenkranz, um 1480/90 . Maria mit dem Zepter der Königin (moderne Ergänzung) trägt das Kind mit der Weltkugel in den Händen auf dem Arm. Maria ist als Urbild der Kirche gemäß Apk 12,1 dargestellt: "Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond zu ihren Füßen, und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen." Der Sternenkranz ist eine Ergänzung des 17. Jh. In der Mondsichel zu Füßen Mariens ist ein gotischer Vierpaß mit einer Kreuzigungsdarstellung in Email, entstanden um 1300, eingefügt. Die Strahlenmadonna hing früher als "Doppelmadonna" in der Mitte der Kirche. Das Gegenstück befindet sich heute im Surmondt-Ludwig-Museum in Aachen.

 


 

Der Blick ins Haverbecker Seitenschiff

 

Sehen Sie sich nun die Kunstschätze im Haverbecker Seitenschiff an.

 


 

Das Gabelkruzifix

 

Im linken Seitenschiff hängt das große Gabelkreuz mit dem Gekreuzigten in Überlebensgröße, geschaffen um 1450/70. Die erhaltene ursprüngliche Bemalung zeigt bläuliche Adern und Blutstropfen auf fahler Haut. Auf dem Haupt trägt Christus eine echte Dornenkrone. "Er wurde durchbohrt wegen unserer Missetaten... durch seine Wunden sind wir geheilt."(Jes 53,5) Die Form des Gabelkreuzes als Stamm mit Zweigen und Astansätzen (ursprünglich grün bemalt!) weist hin auf das Kreuz als Baum des Lebens: "Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben." (Präfation vom Leiden Christi) Im Hinterhaupt des Gekreuzigten befindet sich eine Kreuzpartikel. 500 Jahre lang, bis 1960, wurde das Kreuz bei Prozessionen durch die Gemeinde mitgetragen. Die ausdruckstarken Figuren Mariens und des Johannes unter dem Kreuz wurden 1788 für das spätgotische Kreuz geschaffen.

 


 

Die Antonius-Figur aus dem 18. Jahrhundert

 


 

Retabel Josefs-Altar 

 

 

Retabel des früheren Josefsaltars wurde 1932 von Bäumer aus Münster geschaffen. Die beiden Seitenbilder zeigen die Herbergssuche und die Flucht nach Ägypten, das Mittelbild den Tod Josefs.

 


 

Das Michael-Fenster

 

Über dem Josefs-Retabel zeigt das Fenster den hl. Erzengel Michael als Patron der Kirche (Papstwappen und Ölzweige) und des deutschen Volkes (Reichswappen und Eichenlaub).

 


 

Epitaph Pfarrer Gosaeus

Das Epitaph des 1601 verstorbenen Pfarrers Johannes Gosaeus zeigt Christus am Kreuz, davor den knienden Pfarrer, im Hintergrund Schöppingen.

 


 

Die Evangelisten Matthäus und Johannes:

 

Die beiden Reliefs der Evangelisten Matthäus und Johannes stammen von der 1926 geschaffenen und 1966 abgebrochenen Kanzel.

 


 

Relief Gregorsmesse aus dem 15. Jahrhundert

 

 


 

Relief Pfingstereignis aus dem 16. Jahrhundert

 

 


 

Die drei Beichtstühle von 1788

 

 


 

Die Nepomuk-Figur auf dem mittleren Beichtstuhl

 

 

Der heilige Johannes Nepomuk ist der Patron des Beichtgeheimnisses.

 


 

Das Elisabeth-Fenster

 

 

Die drei großen Fenster der Nordseite stellen die Schutzpatrone der früheren "Standesvereine" dar: die hl. Elisabeth von Thüringen für den damaligen "Mütterverein" (heute kfd).

 


 

Das Aloysius-Fenster

 

 

Die drei großen Fenster der Nordseite stellen die Schutzpatrone der früheren "Standesvereine" dar: den hl. Aloysius für die damalige Jünglings-Sodalität.

 


 

Das Agnes-Fenster

 

 

 

Die drei großen Fenster der Nordseite stellen die Schutzpatrone der früheren "Standesvereine" dar: die hl. Agnes für die damalige Jungfrauen-Kongregation und wurden von diesen 1926 gestiftet.

 

 


 

Die Inschrift vom früheren "Beinhaus" auf dem Kirchplatz

 

 

 

Neben dem Eingang ist eine Inschrift vom früheren "Beinhaus" auf dem Kirchplatz, der bis 1810 Friedhof war, eingelassen: "Godt hefft gesprocken uth sinen godttlichen Mundt: Wachet und bereidet iuhw (=euch) tho aller Stundt. Wente (=denn) der Doedt werth iuhw nicht senden einen breff, sunder he werth komen sliken (=geschlichen) als ein Deiff (=Dieb) 1575"

 


 

Die Orgel oberhalb der Taufkapelle

 

 

 

Die älteste Orgel der Schöppinger Kirche ist schon für das 15. Jh. nachweisbar. 1673 baute der damals berühmte Hans Henrich Bader zusammen mit seinem Sohn Tobias für unsere Kirche sein letztes Werk. 1850 folgte eine Orgel von Kersting aus Münster, 1926 wurde eine kleine Fleiter-Orgel aus der Herz-Jesu-Kirche in Münster angekauft, 1949 eine Orgel von der Fa. Klingenhegel in Münster gebaut.

Die heutige Orgel wurde 1981-83 von Paul und Dieter Ott aus Göttingen erbaut. Sie hat 41 Register auf Hauptwerk, Rückpositiv, Schwellwerk und Pedal und rein mechanische Traktur und orientiert sich mit ihrem sonoren farbigen Klang an der westfälischen Orgelbautradition der großen Orgelbauer des 18. Jh. (Familie Bader, Johann Patroklus Möller u.a.). Regelmäßig finden Orgelkonzerte statt.

 

Die Inschrift auf der Orgel, ein "Chronodistichon", lautet:
ORGANA  DESONENT  CHRISTO  LAVDESQVDECVSQVE
RE
CREANT  VARIO  PECTORA  VESTRA  SONO
(= Christus Lob und Ehre zu bringen erklinge die Orgel,
reich an verschiedenem Klang mache sie froh euer Herz!)


 

Der Taufstein in der Taufkapelle unterhalb der Orgel

 

 

Mitte der Taufkapelle ist der schlichte kelchförmige Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, leider Anfang des 19. Jahrhunderts völlig überarbeitet. Den schönen Bronzedeckel mit der Darstellung des reichen Fischfangs schuf Hubert Teschlade aus Nienberge 1953. 

 


 

Der Gnadenstuhl in der Taufkapelle unterhalb der Orgel

 

 

Rechts vom Taufstein befinden sich drei Reliefs mit dem "Gnadenstuhl", einer Darstellung der hl. Dreifaltigkeit, und zwei trauernden Engeln, 1936 als Mahnmal für die Opfer der Kriege geschaffen.

 


 

Die Pieta in der Taufkapelle unterhalb der Orgel

 

 

Vor der Pieta, einer eindrucksvollen farbig gefaßten Sandsteinfigur von ca. 1680 brennen immer Kerzen. Täglich kommen viele Menschen und vertrauen ihre Sorgen der Schmerzensmutter an.

 


 

Das Cruzifixus aus Ebbinghoff 1732

 

 

 

Über dem Haupteingang der Kirche hängt ein lebengroßer Sandstein-Kruzifixus von 1732, vielleicht von Johann Wilhelm Gröninger (1675-1732), 1997 von der Kreuzigungsgruppe an der Straße nach Horstmar abgenommen und durch einen Abguß ersetzt.

 

 


 

Der Blick ins südliche Seitenschiff

 

 


 

Der Kreuzweg

 

 

 

Der Kreuzweg an der rechten Seitenwand, um 1890 auf Leinwand gemalt, wurde 1979 von der St.Vitus-Kirche in Altenoythe erworben.

 


 

Das Gemälde des heiligen Stephanus (ca. 1750)

 

 

 

Die beiden ovalen Gemälde über dem Seiteneingang, ursprünglich Altarblätter barocker Seitenaltäre, zeigen zum einen die Steinigung des hl. Stephanus (27) nach Apg 7,54-60.

 


 

Das Gemälde des heiligen Johannes Nepomuk (ca. 1750)

 

 

Die beiden ovalen Gemälde über dem Seiteneingang, ursprünglich Altarblätter barocker Seitenaltäre, zeigen zum anderen die Verherrlichung des hl. Johannes Nepomuk dar, der 1389 in Prag den Martertod erlitt. Die Legende berichtet, er habe dem König nicht die Beichte der Königin verraten wollen und sei daraufhin von der Karlsbrücke in die Moldau gestoßen worden. Fünf Sterne über dem Wasser hätten das Auffinden der Leiche ermöglicht. Die Bilder könnten von Margarete Elisabeth König um 1750 gemalt worden sein.

 


 

Das Relief "Kreuzigung" aus dem 16. Jahrhundert

 

 

Die 12. Station des Kreuzweges: "Christus stirbt am Kreuz", ein Steinrelief, wurde um 1580 wohl für die Kirche des Klosters "Klein-Burlo" an der Grenze zu Darfeld geschaffen und nach dem Abbruch der Kirche 1830 zusammen mit der "Gregorsmesse" (15. Jh.) und einer sehr qualitätvollen Figur Johannes des Täufers von 1435 (heute in der Antonius-Kirche in Schöppingen-Gemen) in einen Bildstock an der Lindenstraße eingesetzt und nach dessen Abbruch zusammen mit der Gregorsmesse 1979 in die Kirche übernommen.

 


 

Das Relief "Auferstehung" (ca. 1620)

 

 

Die 15. Kreuzwegstation "Auferstehung Christi" zeigt auf einem hervorragend gearbeiteten Alabasterrelief den Auferstandenen mit der Siegesfahne vor goldenem Hintergrund im Wolkenkranz, zu seinen Füßen das leere Grab, um das fünf römische Soldaten in Helm und Lederwams mit Kurzschwert und Schild in lebhafter Bewegung angeordnet sind.

Der architektonische Holzrahmen in schwarz, gold, blau und rot läßt den weißen Alabaster wirkungsvoll zur Geltung kommen. Die muskulösen Körper haben große Ähnlichkeit mit Werken des großen münsterschen Bildhauers Gerhard Gröninger (1582-1652), der sich gerade in seinen frühen Werken an der flämischen Kunst orientierte.

Der vorn links stehende Soldat kommt fast genauso auf der 1622 geschnitzten Außenseite des rechten Innenflügels des früheren Hochaltars im Dom zu Münster (jetzt dort im Westchor) vor.

Auf dem Sockel befand sich bis zur Restaurierung 1979 die Inschrift "In memoriam R.D. Johanis Wernsing Pastoris in Vehlen hoc epitaphium Ecclesiae huic legantis haeredes poni curarunt Ao 1704 11. Mei. Renovatum 1788" ("Zum Gedächtnis des Hochw. Herrn Johannes Wernsing, Pfarrers in Velen, wurde dieses Epitaph als sein Vermächtnis an diese Kirche von den Erben aufgestellt am 11.Mai 1704. Renoviert 1788") Pfarrer Wernsing stammte aus Schöppingen und war von 1677 bis 1704 Pfarrer in Velen. Unter der später erneuerten Inschrift fand sich noch die nur teilweise erhaltene von 1704 und darunter die ursprüngliche, jetzt freigelegte Inschrift: "HY IS VERRESEN HALELUJA" (Er ist auferstanden, alleluja).

Das Werk ist entweder in Flandern (Mecheln?) oder von Gerhard Gröninger um 1620 geschaffen worden. Vielleicht war es einmal Altaraufsatz in der Hauskapelle von Pfarrer Nikolaus Kotting, der 1630 während des Dreißigjährigen Krieges das Pfarrhaus außerhalb der Stadtmauern aufgab und sich eine Wohnung mit Hauskapelle innerhalb der Stadt am Untertor einrichtete.

 

 

Sie sind am Ende des virtuellen Rundgangs angekommen. Wir hoffen, dass es Ihnen Spaß gemacht hat, die St. Brictius Kirche zu Schöppingen einmal kunsthistorisch ein bisschen näher kennen zu lernen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Kirchenführer, den Sie online bestellen können, der aber auch in der Kirche oder im Pfarrbüro erhältlich ist.

 

Kontakt

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St. Brictius Schöppingen
Kirchplatz 7
48624 Schöppingen

Tel. 02555 997 987 0
stbrictius-schoeppingen@bistum-muenster.de

Öffnungszeiten des Pfarrbüros in Schöppingen
Montag: 8.30 Uhr - 10.30 Uhr
Dienstag: 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Mittwoch: 8.30 Uhr - 10.30 Uhr
Donnerstag: 17.00 Uhr - 19.00 Uhr

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